Gute Lichtplanung beginnt lange bevor Wände gestrichen oder Trockenbau installiert werden. Wer erst spät über Lampen nachdenkt, muss oft Kompromisse eingehen oder mit sichtbaren Kabeln leben. Elektriker setzen Anschlüsse meist standardmäßig mittig im Raum – funktional zwar, aber selten atmosphärisch ideal.
Bevor die erste Lampe hängt, sollte man sich überlegen, wo helles Funktionslicht nötig ist, etwa in Küche, Bad oder am Arbeitsplatz, und wo Licht warm und gedimmt sein darf, zum Beispiel im Wohn- oder Schlafbereich. Auch die Platzierung von Möbeln, Bildern oder Dekorationsobjekten beeinflusst die Lichtgestaltung. Eine sanfte Nachtbeleuchtung Richtung Bad kann zudem den Schlafrhythmus unterstützen – bei Erwachsenen wie bei Kindern.
Raumwirkung entsteht durch die Mischung verschiedener Lichtarten. Experten empfehlen in größeren Räumen fünf bis sieben Lichtquellen: Grundbeleuchtung durch Decken- oder Wandleuchten, Zonenlicht mittels Tisch- oder Stehlampen, Akzentlicht für Kunstwerke oder architektonische Details sowie stimmungsvolles Licht durch kleine, mobile Leuchten. Dimmbare oder steuerbare Lampen erhöhen Komfort und Flexibilität zusätzlich.
LED-Leuchtmittel sind heute Standard. Für Wohnräume eignen sich warmweiße Lampen mit etwa 2700 Kelvin. Dimmfähigkeit ist entscheidend, in Altbauten mit nur dreiadrigen Kabeln ist Dimmen allerdings oft nicht möglich. Eine sorgfältige Auswahl verhindert späteren Ärger und sorgt für eine stimmige Atmosphäre.
Man unterscheidet zwischen architektonischem Licht, das oft unsichtbar bleibt, und dekorativen Leuchten, die als Blickfang dienen. Aktuelle Trends setzen auf handwerkliche Materialien wie mundgeblasenes Glas oder Keramik, sichtbare Leuchtmittel im Loft-Stil und mobile Lichtobjekte. So wird Licht selbst zum Designelement und prägt die Stimmung des Raumes.
Licht ist kein Detail, sondern entscheidet über Stimmung, Raumwirkung und Wohnqualität. Wer früh plant, kann funktionale und dekorative Lichtquellen optimal kombinieren – vom Retro-Stil bis zu modernen Smart-Lösungen. Frei nach Le Corbusier: Ein Zuhause braucht Licht und Luft – sonst fehlt das Wesentliche.
Gute Lichtplanung beginnt vor Trockenbau und Wandgestaltung. Wer erst später über Lampen nachdenkt, muss Kompromisse machen oder mit sichtbaren Kabeln leben. Elektriker setzen Anschlüsse sonst oft standardmäßig mittig im Raum – das ist funktional, aber selten atmosphärisch ideal.
Das Badezimmer ist längst mehr als eine Nasszelle. Heute wird es als privater Spa-Bereich, Rückzugsort und Ausdruck des eigenen Lebensstils inszeniert. Saunen, Dampfduschen, Licht- und Duftspiele verwandeln den Raum in eine Wellness-Oase, während freistehende Wannen, skulpturale Armaturen und Naturmaterialien wie Holz oder Steinoptik für Stil und Atmosphäre sorgen. Wasser wird bewusst in Szene gesetzt – als sanftes Plätschern oder rauschender Wasserfall – und ergänzt durch moderne Technik wie LED-Licht, Smart-Steuerung oder integrierte Klangprogramme.
Offene Raumkonzepte verbinden Bad und Schlafzimmer, während hochwertige Geräte und Accessoires wie Bioethanol-Feuerstellen oder wasserdichte Fernseher Design und Komfort vereinen. Auch kleine Details wie Handtuchhalter, Seifenspender oder Spiegel werden zu ästhetischen Highlights. Gleichzeitig stellen Umbauten Herausforderungen: Sorgfältige Planung ist entscheidend, damit Luxus nicht nur optisch, sondern auch funktional überzeugt. Barrierefreiheit sollte früh berücksichtigt werden: bodengleiche Duschen, sichere Bewegungsflächen und gute Zugänglichkeit sorgen für langfristigen Komfort. Wer alle Gewerke koordiniert, spart Zeit und Nerven und macht den Umbau planbar.
Heute ist das Bad Wellnessraum, Designbühne und Ausdruck der Persönlichkeit zugleich. Mit guter Planung, realistischen Entscheidungen und Liebe zum Detail entsteht ein Rückzugsort, der sowohl Luxus als auch Alltagstauglichkeit vereint.
Wellness & Spa: Sauna, Dampfduschen, Licht-, Duft- und Klangtherapie für zuhause.
Designanspruch: Kollektionen von Stardesignern, freistehende Wannen, skulpturale Armaturen.
Naturmaterialien: Holz, Steinoptik und organische Formen prägen das Ambiente.
Inszenierung von Wasser: Wasserfall-Armaturen, geräuscharmes Fließen, sinnliche Effekte.
Technik & Komfort: LED-Licht, Smart-Steuerung, Klang- und Klimaprogramme.
Offene Raumkonzepte: Bäder öffnen sich zunehmend zum Schlafzimmer – ein Trend aus Hotels.
Umbauaufwand: Leitungen lassen sich nicht beliebig verlegen.
Privatsphäre: Offene Bäder sind nicht für jeden geeignet.
Kosten & Planung: Große Auswahl erfordert Einarbeitung und gute Koordination.
Handwerker: Zeitliche Abstimmung und Fachkompetenz entscheidend.
Details: Fugenfarbe, Übergänge und Einbauten können Probleme bereiten.
Die Küche ist längst mehr als ein Ort zum Kochen – sie ist Treffpunkt, Statussymbol und Hightech-Zentrale zugleich. Besonders für Menschen zwischen 40 und 49 Jahren ist sie das Herz des Hauses, in dem gekocht, gegessen und kommuniziert wird. Offene, „amerikanische“ Küchen verbinden sich nahtlos mit dem Wohnraum, Oberschränke verschwinden, Geräte werden unsichtbar integriert, und glatte, grifflose Fronten dominieren das Design. Dunkle, edle Farben, kubische Formen und Materialmixe aus Holz, Stein oder Hightech-Oberflächen schaffen eine elegante, aber wohnliche Atmosphäre. Stilbrüche wie Kronleuchter über der Kochinsel oder rustikale Accessoires wie Körbe und Kräuter runden das Bild ab.
Im Mittelpunkt steht die Kücheninsel – Kochstelle, Arbeitsfläche und Treffpunkt in einem. Sie beherbergt Induktionskochfeld, Dampf- oder Multifunktionsbackofen, Klimazonen-Kühlschrank, leisen Geschirrspüler und nahtlos integriertes Spülbecken. Moderne Geräte ermöglichen schnelles Erhitzen, Dämpfen, Grillen oder sous-vide-Garen und reinigen sich häufig selbst. So steigt der Komfort, ebenso wie die Lernkurve für den perfekten Umgang mit der Technik.
Die Kosten reichen je nach Ausstattung von rund 7.000 Euro bis zu 100.000 Euro für High-End-Küchen, wobei Elektrogeräte den größten Anteil ausmachen. Luxusküchen dienen häufig der Repräsentation – gekocht wird in Neben- oder Zweitküchen.
Die moderne Küche ersetzt das Wohnzimmer als Treffpunkt, ist Design-Statement und Technikraum zugleich. Sie verbindet Funktionalität mit Stil, sorgt für Gesprächsstoff bei Gästen und macht das Kochen zu einem geselligen, ästhetischen Erlebnis.
Offene Küche: Übergang fließend zum Wohnraum, Kommunikation im Vordergrund
Form & Möbel: Glatte, grifflose Fronten, kubische Formen
Farben: Dunkel, zurückhaltend, edel
Geräte: Unsichtbar integriert, Oberschränke verschwinden zunehmend
Materialmix: Holz, Stein, Hightech-Oberflächen
Accessoires: Körbe, Kräuter, rustikale Bretter als Stilbrüche
Beleuchtung: Große Industrie-Leuchten oder kleine Pendelgruppen
Stilbrüche erwünscht: Kronleuchter trifft Designküche
Hinweis: Hochglanzflächen sind pflegeintensiv, grifflose Fronten nicht immer komfortabel.
Induktionskochfeld
Multifunktions- oder Dampfbackofen
Kühlschrank mit Klimazonen
Leiser Geschirrspüler
Nahtlos integriertes Spülbecken
Lange galt als besonders formschön, was viereckig, rechteckig oder quadratisch war – runde Tische standen kaum im Kurs. Dabei sind sie besonders gesellig: Man kommt leichter ins Gespräch, und für den Überraschungsgast lässt sich problemlos noch ein Stuhl dazwischen klemmen. Eine „runde Sache“ erfüllt ihren Zweck auf elegante Weise – genau wie die vielen runden, ovalen oder organisch geformten Möbel, die Designer seit einiger Zeit wieder begeistern.
Sessel erinnern an Kieselsteine, runde Spiegel hängen nicht nur im Bad, sondern auch im Wohnzimmer, oft gleich mehrere in verschiedenen Größen. Sofas umarmen den, der sich auf ihnen niederlässt, mit weichen Kurven. Das runde Design könnte symbolisch für Ausgeglichenheit stehen: Der Kreis gilt seit jeher als Zeichen des Absoluten und Vollkommenen, seine unendliche Linie symbolisiert Unendlichkeit. Sonne, Mond und Erde sind rund – das Kugelige ist uns also vertraut.
Zudem vermitteln runde Möbel Erdenschwere und Vertrauen: Ihre kompakte Form wirkt solide und zuverlässig. Ein Blick zurück zeigt, dass bereits in den Fünfzigern Möbel zu organischer Rundlichkeit tendierten, möglicherweise Ausdruck der Sehnsucht nach Harmonie und Zufriedenheit nach Krieg und Zerstörung.
Heute muss man das jedoch nicht überinterpretieren: Der Trend zu runden Formen bedeutet nicht, dass alles Eckige altmodisch wirkt. Im Gegenteil – runde und kantige Elemente harmonieren perfekt miteinander. Ein runder Sessel auf einem rechteckigen Teppich ist ein gelungenes Beispiel dafür: Rund trifft eckig, Geselligkeit trifft Design – einfach eine „runde Sache“.
Tischkultur erlebt derzeit ein Comeback – lockerer, individueller und als Ausdruck persönlicher Lebensart. Repräsentation tritt in den Hintergrund, Genuss und Flexibilität stehen im Vordergrund.
Mobilere Lebensstile bedeuten weniger Platz für große Service-Serien. Internationale Essgewohnheiten, wie Sushi, Reis- oder Sojaschalen, prägen den Alltag. Porzellan wird vielseitiger genutzt: Tassen dienen als Suppe-, Dessert- oder sogar Badbecher. Statt eines kompletten Services setzen viele auf ausgewählte Einzelstücke.
Mix & Match ist angesagt: Altes trifft auf Neues, teure Stücke auf erschwingliche. Multifunktionalität und Flexibilität stehen im Vordergrund, während emotionale und persönliche Akzente wichtiger werden als starre Etikette. Farben orientieren sich an den Jahreszeiten, Weiß bleibt als Basis bestehen und setzt die farblichen Akzente perfekt in Szene.
Traditionsmanufakturen wie Meissen, KPM, Nymphenburg oder Fürstenberg treffen auf moderne Konzepte wie Hering Berlin, Rosenthal „Mesh“ oder Sieger „Seven“. Für Einsteiger und Budgetbewusste bieten Labels wie Tokyo Design oder GreenGate erschwingliche Optionen.
Auch bei Gläsern zeigt sich die neue Liebe zum Detail: Whisky-Gläser in Tumbler- oder Nosing-Form liegen im Trend, während für Cola und andere Getränke spezielle Gläser, etwa von Riedel, den Genuss gezielt unterstreichen.
Foodies und Genussmenschen inszenieren Essen heute als Gesamterlebnis. Geschirr, Gläser und Präsentation spiegeln Persönlichkeit und Haltung wider. Flexible Einzelteile, der Mix aus alt und neu und die gezielte Kombination von Farben und Formen machen den Esstisch lebendig und modern. Klassische Services verlieren an Bedeutung, doch Porzellan- und Glaskultur feiern eine spielerische, individuelle und genussorientierte Renaissance.
In modernen Schlafzimmern gilt das Bett längst nicht mehr nur als Schlafstätte – es ist Bühne, Designobjekt und Statussymbol zugleich. Dominante Kopfteile sind das auffälligste Merkmal: groß, gepolstert und oft dekorativ überdimensioniert, laden sie zum Anlehnen ein und setzen sofort einen optischen Akzent. Die Matratze liegt dabei häufig sichtbar frei, was den Eindruck einer schwebenden Optik erzeugt. Hochwertige Materialien wie helles Holz, Leder, Samt, Filz oder Leinen, kombiniert mit einer frischen Farbpalette aus Zartgelb, Rosa, Erbsengrün oder Korallenrot, verwandeln das Schlafzimmer in eine elegante Inszenierung. Zahlreiche Kissen, kunstvoll gefaltete Decken und harmonische Textilien verstärken die luxuriöse Hotelästhetik.
Gepolsterte Betten aus Stoff, ähnlich wie Sofas, sorgen für wohnliche Behaglichkeit, können aber leicht „hotellig“ wirken. Holzbetten in hellen Tönen, mitunter im Vintage-Look, wirken natürlich und zeitlos. Metallbetten sprechen die puristische, designaffine Zielgruppe an und setzen bewusst kühl-elegante Akzente. Funktional liegt der Trend eindeutig bei Boxspringbetten: Mehrschichtige Systeme, komfortable Einstiegshöhen zwischen 60 und 70 Zentimetern und matratzenähnliche Unterkonstruktionen sorgen für rückenfreundlichen Schlaf ohne Lattenrost.
Auch bei der Pflege spielt Komfort eine Rolle: Matratzen sollten regelmäßig gedreht oder gewendet werden, da der Körper pro Nacht rund einen halben Liter Schweiß abgibt. Mit einer Lebensdauer von acht bis zehn Jahren ist der Austausch Teil der guten Schlafroutine.
Die Wahl der Matratze entscheidet maßgeblich über die Schlafqualität. Zunächst kommt es auf die Schlafposition und die Zonen der Matratze an: Rücken- und Seitenschläfer benötigen eine Unterlage, die die Wirbelsäule stützt und Schulter- sowie Beckenbereich optimal einsinken lässt. Matratzenarten gibt es für jeden Bedarf: Federkernmatratzen bieten Luftzirkulation und Stabilität, Schaumstoffmatratzen halten warm und sind leicht, Visko- oder Gelschaummatratzen passen sich sanft an die Körperform an, während Latexmatratzen atmungsaktiv und flexibel reagieren.
Auch der Härtegrad ist entscheidend – von H1 für Leichtgewichte bis H5 für schwere Personen, wobei keine einheitliche Norm besteht. Am besten testet man zwei bis drei Modelle, probeliegt sie, oder probeschläft sie, und prüft beim Online-Kauf die Umtauschmöglichkeiten. Regelmäßiges Wenden verlängert die Lebensdauer, und teuer heißt nicht automatisch besser.
Das Bett ist heute weniger reines Designobjekt, als vielmehr Inszenierungsfläche: große Kopfteile, luxuriöse Materialien, dekorative Textilien – alles zusammen erzeugt Atmosphäre, Komfort und Status. Funktional setzt sich das Boxspring-System durch, während die Formensprache zwischen puristisch, wohnlich und opulent variiert. Wer in seine Schlafstätte investiert, investiert zugleich in Wohlgefühl, Ästhetik und gesunden Schlaf.
Der Wunsch nach Individualität prägt derzeit Wohnen, Design und Konsumkultur. Besonders sichtbar wird das an der Popularität von Keramik mit bewusst unregelmäßiger Form oder Glasur. Was einst in der Spitzengastronomie begann, ist heute im Alltag angekommen: Geschirr soll handgemacht wirken, kleine „Fehler“ gelten als Qualitätsmerkmal, weil sie Authentizität und Persönlichkeit ausstrahlen. Diese Ästhetik passt zu ganz unterschiedlichen Einrichtungsstilen – vom Landhaus über Industrial bis Minimalismus – und steht für Atmosphäre statt makelloser Perfektion.
Marken wie Motel a Miio haben dieses Lebensgefühl erfolgreich vermarktet. Sie verbinden Urlaubssehnsucht, Handarbeitsanmutung und Social-Media-taugliches Storytelling. Zwar erfolgt die Produktion teilweise industriell, doch durch manuelle Arbeitsschritte bleibt der gewünschte Handmade-Charakter erhalten. Parallel dazu existiert weiterhin echtes Kunsthandwerk. Unikate und industrielle Fertigung schließen sich nicht aus.
Hinter dem Trend steht ein psychologisches Grundbedürfnis: Menschen möchten einzigartig sein und zugleich dazugehören. Die Soziologie spricht vom „Need for Uniqueness“, Zukunftsforscher von Individualisierung als Megatrend. Die Industrie reagiert mit Produkten, die individuell wirken, aber in großen Stückzahlen verfügbar sind. Ähnlich funktioniert der Boom von Vintage-, Retro- oder Used-Look: Dinge sollen eine Geschichte erzählen – selbst wenn diese nur inszeniert ist.
Der Trend zur Individualisierung dürfte sich weiter verstärken. Personalisierbare Produkte, konfigurierbare Designs und neue Technologien wie der 3D-Druck zeigen, wohin die Entwicklung geht: weg von standardisierter Massenware, hin zu industriell produzierter Einzigartigkeit. Der moderne Individualismus ist damit ein Balanceakt zwischen Besonderheit und Zugehörigkeit – und genau darin liegt sein Erfolg.
Gärtnern ist weit mehr als ein Trend – es ist Lust, Freude und Entspannung für die Seele. Ob man morgens die Blumen im Balkonkasten begrüßt oder das eigene Grundstück inspiziert, um zu sehen, ob die Pfingstrosen blühen oder die Salatpflänzchen das nächtliche Gewitter überstanden haben – entscheidend ist der Kontakt mit der Natur. Das Buddeln in der Erde, der Duft von Narzissen, Rosen oder Jasmin und die Unvorhersehbarkeit des Gartens machen ihn für uns modernen Menschen so wertvoll. Gärtnern bedeutet loslassen: Manche Pflanzen gedeihen prächtig, andere lassen die Blätter hängen. Schnecken oder Wetterkapriolen lassen sich nur bedingt kontrollieren. Der Garten überrascht immer wieder und lehrt Entschleunigung – weit mehr als ein bloßer Trend.
Ein Garten sollte durchdacht und gepflegt sein, seine Anmutung darf aber wild und üppig wirken. Die Schönheit liegt nicht in perfekt geschnittenen Rasenkanten oder akkurat getrimmten Hecken, sondern in der Seele des Gartens. Englische Cottage-Gärten und rustikale Bauerngärten stehen für nostalgischen Charme und natürliche Wildheit. Blumen und Gemüse teilen sich hier Beete harmonisch, dicht gepflanzt, sodass kaum Erde sichtbar bleibt. Besonders im Bauerngarten steht das Ernten von Gemüse, Beeren und Kräutern im Vordergrund. Naschgärten ermöglichen es, beim Vorbeigehen Tomaten, Himbeeren oder Kräuter zu pflücken – ein Trend, der biologische Ernährung mit Freude am eigenen Anbau verbindet.
Auch auf Balkon und Terrasse lässt sich dieser Trend fortsetzen. Radieschen, Tomaten, Pflücksalate oder Gurken gedeihen in Töpfen und Kübeln, Pflanztaschen an der Wand nutzen den Raum vertikal. Selbst kompakt wachsende Fruchtgehölze wie Blaubeeren, Himbeeren oder Äpfel finden Platz. Moderne Gärtner achten auf Nachhaltigkeit: Komposthaufen, Insektenhotels und Brennesselecken fördern die Artenvielfalt. Auf Balkonen locken Vanilleblumen, Portulakröschen, Steinkraut, Lavendel, Kräuter wie Thymian, Minze, Basilikum oder Salbei Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und verwandeln selbst kleinste Flächen in lebendige Oasen.
In heißen Sommern verschwimmt die Wahrnehmung: Sitzt man noch draußen oder schon im Wohnzimmer? Die neue Generation von Garten- und Balkonmöbeln macht genau dieses Spiel mit den Grenzen möglich. Klappstuhl und Plastiktisch sind passé, stattdessen entstehen vollwertige Outdoor-Wohnzimmer mit Sofas, Teppichen, Lampen und Kissen. Auf den ersten Blick ist oft nicht erkennbar, dass diese Möbel Wind und Wetter trotzen. Hightech-Materialien, Beschichtungen und schnell trocknende Stoffe sorgen dafür, dass Komfort und Design nicht mehr an Innenräume gebunden sind. Der Trend, Innen- und Außenräume optisch zu verschmelzen, zeigt sich auch auf großen Messen wie dem Salone del Mobile in Mailand – nahezu jeder renommierte Hersteller hat inzwischen Outdoor-Linien im Programm.
Stilistisch ist alles möglich: rustikaler Shabby Chic aus recyceltem Holz, puristische Aluminium- und Marmormöbel oder farbenfrohe, ethnisch inspirierte Flechtarbeiten. Selbst Beleuchtung wird wohnlich gedacht – mit Hänge- und Stehlampen für draußen. UV-Beständigkeit, Schimmelschutz und Wetterfestigkeit machen die Möbel langlebig. Umgekehrt finden Outdoor-Stücke zunehmend auch ihren Weg nach drinnen und verleihen Innenräumen eine lässige, wintergartenartige Atmosphäre.
Wo gewohnt wird, wird auch gekocht. Nach immer größeren Design-Grills sind Outdoor-Küchen der nächste Schritt. Sie stehen ihren Indoor-Pendants funktional kaum nach: Kochfelder, Woks, Warmhalteplatten, Stauraum und Spülanschlüsse sind möglich. Materialien wie Edelstahl, Teak oder Granit verbinden Robustheit mit Ästhetik. Allerdings erfordern Freiluftküchen sorgfältige Planung, Anschlüsse und Platz – und sind entsprechend kostspielig. Zwischen echter Kochleidenschaft und demonstrativem Luxus verläuft dabei eine schmale Grenze. Wer es schlichter und stimmungsvoller mag, bleibt bei der Feuerschale – sie liefert Hitze, Atmosphäre und Gemeinschaftsgefühl zugleich.
Ein Vorgarten ist mehr als Deko vor dem Haus: Er ist halböffentlicher Raum, Begegnungsort und Aushängeschild zugleich. Eine Bank lädt zu Gesprächen mit Nachbar:innen ein, während hohe Hecken eher abschotten. Bepflanzung, Pflegezustand und Gestaltung vermitteln unweigerlich einen Eindruck von den Bewohnern – blühende Beete wirken einladend, Steinwüsten dagegen abweisend.
Abschied von der Schotterwüste
Kies- und Schottergärten gelten als pflegeleicht, sind es aber kaum: Unkraut, Moose und Laub machen Arbeit. Zudem heizen sich die Flächen stark auf und bieten weder Insekten noch Tieren Lebensraum. Initiativen wie „Rettet den Vorgarten“ setzen sich deshalb für lebendige, begrünte Lösungen ein.
Der Vorgarten sollte zum Haus passen: Bauerngartenpflanzen zu ländlicher Architektur, klare Formen und Blattstrukturen zu moderner Bauweise. Gerade auf kleiner Fläche gilt „weniger ist mehr“ – wiederkehrende Materialien und ruhige Gestaltung wirken großzügig und elegant.
Landschaftsgärtner empfehlen langlebige, strukturstarke Pflanzen. Für Schattenlagen eignen sich etwa Funkien, Storchschnabel oder Hortensien, für sonnige Bereiche Lavendel, Sonnenhut oder Phlox. Kleinbleibende Gehölze wie Blumenhartriegel oder Bauernjasmin geben Struktur. Wechselnde Kübelpflanzen an der Haustür setzen saisonale Akzente.
Ein sicherer Weg, angenehmes Licht und ein schön gestalteter Briefkasten gehören dazu. So wird der Vorgarten zum sozialen Raum – ein Ort, an dem sich das Haus öffnet und Begegnungen ganz nebenbei entstehen.
Im Winter zeigt sich der Garten von einer besonderen Seite. Der wahre Genuss liegt oft im Betrachten durch ein Fenster, wenn Bäume kahl sind, Stauden Winterschlaf halten und nur noch rote Beeren, Hagebutten oder kleine Zieräpfel die Szene beleben. Jetzt rücken Details in den Vordergrund: Skulpturen, Rosenbögen, Wege und Blickachsen zeigen, ob ein Garten bewusst gestaltet ist oder dem Zufall überlassen bleibt. Tipp für einen schönen Wintergarten: Im Herbst nicht alles aufräumen. Abgestorbene Stauden und Gräser entfalten unter Raureif oder Schnee ihren eigenen Reiz, während Laub Mikroorganismen schützt und den Boden düngt.
Immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, Buchsbaum, Kirschlorbeer oder Bambus geben Struktur und Farbe, während Efeu berankte Sichtschutzelemente selbst im Winter attraktiv wirken. Formgehölze in geometrischen Formen oder Kugeln lassen sich gezielt platzieren, um Blickachsen zu gestalten. Kontraste verstärken die Wirkung: Buchenhecken bilden mit ihrem rotbraunen Laub einen dekorativen Hintergrund für helle oder farbige Pflanzen. Besonders auffällig sind Baumstämme und farbige Zweige: Zimtahorn, Schlangenhautahorn oder weiße Birkenstämme kommen im winterlichen Licht besonders zur Geltung. Sträucher wie Euonymus wirken als Solitär vor dem Fenster wie lebendige Kunstwerke.
Auch im Winter gibt es Arbeit im Garten: Immergrüne benötigen an frostfreien Tagen Wasser, Vögel freuen sich über Futterstellen, und Vogelhäuschen sind gleichzeitig dekoratives Accessoire. Frühblühende Pflanzen wie Christ- und Lenzrosen oder Vorfrühlingszwiebeln wie Schneeglöckchen und Winterlinge kündigen die kommende Saison an. Hartriegelarten wie der sibirische Hartriegel bieten mit ihrer farbigen Rinde winterlichen Farbklecks und können bis März gepflanzt werden, bevor die Hauptwachstumszeit beginnt.
Ein Garten ist nie fertig und zeigt seine Schönheit in jeder Jahreszeit. Die Wintergestaltung betont Strukturen, Farben und Kontraste, während Pflege, Wasser und Vogelfütterung Leben bringen. Wer das zu schätzen weiß, erlebt den Garten im Winter als lebendiges Gemälde – ein Rückzugsort, ein Spiel mit Formen, Farben und Natur, das Herz und Sinne gleichermaßen erfreut.
Wintergärten zeigen Struktur, Details und architektonische Elemente
Herbstlaub und abgestorbene Stauden können stehen bleiben – dekorativ und nützlich
Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum, Bambus und Rhododendron bieten Farbe und Struktur
Auffällige Baumstämme und farbige Zweige setzen Akzente (Zimtahorn, Schlangenhautahorn, Birken)
Winterpflege: Gießen, Schneiden, Vogelfütterung
Frühblüher wie Christrosen und Schneeglöckchen kündigen den Frühling an
Hartriegelarten liefern auch im Winter Farbtupfer
Ein japanisch inspirierter Garten ist kein Ort hektischer Gartenarbeit, sondern ein Raum der Ruhe, Reflexion und Kontemplation. Wenige ausgewählte Pflanzen, viel Grün, Wasser, Steine und sorgfältig geharkter Kies schaffen eine meditative Atmosphäre. Jede Komponente, von Kieswellen bis zu Felsen, hat Symbolkraft – Wasser wird durch wellenförmigen Kies dargestellt, Brücken und geschwungene Wege stehen für Übergänge und Schutz vor dem Bösen.
Der Zen Garten als spezielle Form setzt auf Steine, Kies und minimalistische Gestaltung. Hier dient die Tätigkeit des Harkens und das Betrachten der Landschaft der Meditation. Trittplatten, Brücken und Bögen symbolisieren Lebenswege und spirituelle Übergänge, während die harmonische Anordnung von Elementen Ruhe und Ausgeglichenheit fördert.
Typisch sind Rhododendren, geschnittene Buchsbäume, Kiefern, Fächerahorn, Bambus, Farne und Moose. Grün dominiert, Blüten setzen saisonale Akzente: Kirschblüten, Schwertlilien, Herbstanemonen. Jede Pflanze hat Bedeutung: Kiefer für Ausdauer, Bambus für Biegsamkeit, Kirsche für Vergänglichkeit. Steine symbolisieren Berge und Sicherheit, geschwungene Wege und kugelige Formen fördern den Fluss des Chi.
Sichtschutz aus Bambus oder Rankgittern schützt vor Störungen. Zen Gärten eignen sich auch für kleinere oder schattige Flächen und verwandeln unattraktive Höfe in Oasen der Ruhe. Wer einen japanischen Garten anlegt, sollte die Philosophie respektieren: Es geht nicht um Dekoration, sondern um Achtsamkeit, Lebenshaltung und das Finden innerer Balance.
Ruhe & Meditation: Garten als Rückzugsort, nicht für intensive Gartenarbeit.
Minimalistische Gestaltung: Wenige Pflanzen, viel Grün, Wasser, Steine, geharkter Kies.
Symbolik & Formen: Brücken, Bögen, Steine und geschwungene Wege für Harmonie und Achtsamkeit.
Typische Pflanzen: Kiefern, Bambus, Rhododendren, Farne; saisonale Blüten setzen Akzente.
Sichtschutz & Struktur: Bambuswände, Rankgitter, kugelige Formen schaffen Ruhe und Perspektive.
Philosophie: Achtsamkeit, Selbstreflexion, Natur im Kleinen nachahmen, innere Balance finden.
Ein Küchengarten ist heute mehr als Nutzfläche – er ist Genuss, Bildung und Lifestyle zugleich. Das Vorbild Michelle Obama machte das Thema nachhaltig populär: Am Weißen Haus pflanzte sie mit Schülern über 50 verschiedene Gemüsearten und zeigte, wie Urban Gardening soziale Verantwortung, gesunde Ernährung und Naturverbundenheit verbindet. Wer keinen eigenen Garten hat, nutzt Balkon oder Dachterrasse, um Tomaten, Bohnen oder Kapuzinerkresse anzubauen.
Ursprünglich waren Küchengärten kleine Paradiese, ähnlich den persischen „Gärten“, in denen Obst, Gemüse und Kräuter wuchsen. Typisch ist die symmetrische Wegeführung, die den Zugang zu allen Beeten erleichtert. Klassiker wie Dill, Petersilie, Rosmarin oder Minze, Gemüse von Artischocke bis Zucchini und Obst wie Rhabarber oder Beeren prägen das Bild. Blüten wie Ringelblumen oder Dahlien ergänzen nicht nur optisch, sondern schützen auch vor Schädlingen und bereichern Salate.
Im Küchengarten geht es vor allem um Lebensfreude. Schon beim Blick auf die Beete soll einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Historische Beispiele wie Ludwig XIV. oder der Küchengarten von Chatsworth zeigen, dass Genuss und Ästhetik traditionell Hand in Hand gingen. Exotisches Obst, Gemüse oder Kräuter wurden sorgfältig kultiviert – heute ebenso wie klassische Sorten.
Nicht jeder Küchengarten braucht viel Platz. Schon ein Beet oder ein paar Pflanzkästen auf dem Balkon reichen, um eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen. Pro Person reichen 20–25 Quadratmeter für Selbstversorgung. Die wichtigste Regel bleibt: Pflanze, was dir schmeckt. Kuchenliebhaber setzen auf Beeren, Rohkostfans auf knackige Salate und Gemüse.
Treffpunkt im Sommer
Ab Juni wird der Küchengarten zum erweiterten Wohnzimmer. Hier wird geerntet, gelesen, entspannt und gefeiert. Freunde und Nachbarn sind willkommen, die langen Sommerabende im eigenen Garten zu genießen – manchmal so verlockend, dass die große Reise in die Ferne ausfallen kann.
Küchengarten = Genuss, Selbstversorgung und Lebensfreude
Pflanze, was schmeckt: Gemüse, Kräuter, Obst und Blüten für Küche & Dekor
Auch auf kleinem Raum möglich: Balkon, Dachterrasse, Pflanzkästen („Veggie Pad“)
Urban Gardening: Nachhaltiger Anbau auf städtischen Flächen
Historische Wurzeln: Symmetrische Wege, inspirierend aus Pfarr- und Bauerngärten
Sommer-Treffpunkt: Ernten, Lesen, Entspannen, Feiern mit Familie & Nachbarn
Flexibel & kreativ: Mini-Gärten, alte Behälter, exotische Kräuter optional
Die Outdoorküche verwandelt den Garten in ein erweitertes Wohnzimmer. Sie kombiniert Natur, Komfort und High-Tech und ermöglicht gemeinsames Kochen, Essen und Feiern unter freiem Himmel. Gäste können beim Zubereiten des Essens zuschauen, der Gastgeber bleibt mittendrin im Geschehen. Ob Wok, Grill, Pizzaofen oder gekühlter Wein – alles wird direkt draußen zubereitet und serviert.
Eine gut geplante Outdoorküche erfordert Überlegung: Platz, Geräte, Arbeitsflächen und Stauraum müssen berücksichtigt werden. Die Nähe zum Haus erleichtert Wasser- und Stromanschlüsse. Materialien wie Edelstahl, Granit, Teakholz oder wetterbeständige Kunststoffe sorgen für Langlebigkeit. Auch Geschirr, Besteck und passende Utensilien müssen untergebracht werden.
Die Preisspanne reicht von einfachen Modulen bis zu Luxusausführungen um 50.000 Euro. Hochpreisige Manufakturküchen setzen Trends, günstigere Anbieter folgen. DIY-Küchen aus Paletten oder modulare Baukastensysteme sind beliebte Alternativen. Kinder können mit Matschküchen spielerisch mitkochen.
Outdoorküchen wachsen in Deutschland rasant – begünstigt durch warme Sommer, Urban Gardening und Corona-bedingtes Investieren ins eigene Zuhause. Auf Fachmessen wie der spoga+gafa steigt die Nachfrage nach innovativen Lösungen, von kompletten Küchen bis zu Einbaugrills und Barhockern. Der Trend ist längst nicht mehr nur Luxus, sondern auch für Hobbygärtner erschwinglich.
Garten wird zum erweiterten Wohnzimmer: Kochen, Essen, Feiern
Geräte: Grill, Wok, Pizzaofen, Warmhalteplatten, Kühlschrank, Smoker, Zapfhahn, Abwaschbecken
Planung: Platz, Arbeitsflächen, Stauraum, Wasser-/Stromanschluss berücksichtigen
Materialien: Edelstahl, Granit, Teakholz, wetterbeständige Kunststoffe
Varianten: Hochpreisige Manufaktur, modulare Baukastensysteme, DIY-Lösungen
Kinderfreundlich: Matschküchen in Basic oder Luxus
Trendfaktoren: Urban Gardening, warme Sommer, Corona-Effekte, Fachmessen (spoga+gafa)
Ein Schattengarten ist mehr als ein schattiger Bereich im Garten – er ist ein Ort der Ruhe, Ästhetik und der durchdachten Pflanzenarchitektur. Anders als in sonnigen Beeten liegt der Fokus auf Blattformen, Strukturen und harmonischen Farbkontrasten, weniger auf üppiger Blütenpracht. Besonders in heißen Sommern bieten solche Bereiche erholsamen Schatten und verwandeln sich in lauschige Lieblingsplätze.
Die Liebe zum Schattengarten hat Tradition. Schon in Barockgärten wurden waldartige Bereiche als kühle Rückzugsorte angelegt, im viktorianischen England erfreuten sich Farngärten großer Beliebtheit. Beth Chatto machte das Prinzip der standortgerechten Pflanzung berühmt und zeigte in ihrem Garten in Elmstead Market, Essex, wie auch schwierige Standorte zu wunderschönen Gartenbereichen werden können. Karl Foerster betonte in Deutschland ebenfalls die Bedeutung von Schattenpflanzen und Gräsern für die gestalterische Vielfalt.
Schattengärten müssen nicht blütenlos sein. Pflanzen wie Eisenhut, Fingerhut, japanische Anemone, Storchschnabel, Azaleen oder Rhododendren entfalten auch im Halbschatten ihre Schönheit. Farne, Funkien, Hakonechloa oder Fadenknöterich ergänzen die Pflanzenauswahl durch Struktur, Farbe und Textur. Viele dieser Pflanzen stammen aus Asien, da die dortigen Klimazonen dem mitteleuropäischen Halbschatten ähneln.
Die richtige Standortwahl ist entscheidend: Halbschattige Flächen erhalten durch Bäume wie Eichen, Birken oder alte Obstbäume genügend Licht, während Bodenbeschaffenheit, Luftfeuchtigkeit und Windverhältnisse die Pflanzenauswahl bestimmen. Wenige, sorgfältig ausgewählte Arten erzielen oft den größten optischen Effekt. Höhenunterschiede, Licht- und Schattenwechsel sowie die Kombination verschiedener Blattstrukturen erzeugen eine lebendige, harmonische Gestaltung. So entsteht ein Garten, der wie ein lebendiges Bild wirkt, in dem jede Pflanze ihre Rolle spielt und Akzente setzt.
Schattengärten bieten kühle Rückzugsorte und ästhetische Vielfalt.
Traditionelle Vorbilder: Barockgärten, Farngärten, Beth Chattos Elmstead Market.
Blühende Schattenpflanzen: Eisenhut, Fingerhut, japanische Anemone, Azaleen, Rhododendren.
Standortgerecht pflanzen: Licht, Boden, Luftfeuchtigkeit und Wind beachten.
Gestaltung: Blattstrukturen, Höhenunterschiede und Licht-Schatten-Spiel erzeugen Harmonie.
Blauer Himmel, himmelblauer Pool – David Hockneys „A Bigger Splash“ von 1967 zeigt, warum ein privater Pool so verführerisch ist: Ruhe, sauberes Wasser und der kurze Weg ins kühle Nass. Rund 800.000 private Pools gibt es in Deutschland, darunter 132.000 Hallenbäder und 1,2 Millionen kleine Aufstellbecken. Jährlich kommen 8.800 bis 12.000 neue Pools hinzu.
Pools lassen sich in drei Kategorien einteilen: Quick-Up- und Holzbecken, teils eingelassene Stahlwandbecken und Polystyrol-Pools sowie hochwertige Einstückbecken aus Glasfaser, Polypropylen, PVC, Edelstahl oder Beton. Die Luxusvarianten lassen sich individuell konfigurieren – Treppen, Massagedüsen oder Flachwasserzonen sind möglich.
Pools sind längst mehr als Badebecken: Sie verbinden Outdoor-Luxus, Technik und Design. Die Ausstattung reicht von automatischen Reinigungsanlagen über Wärmepumpen bis zu smarten Apps, die Wasserwerte prüfen. Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: Solarfolien und LED-Beleuchtung reduzieren Energieverbrauch.
Mini-Pools auf kleinen Grundstücken werden immer beliebter, rechteckige Pools bleiben praktisch für Abdeckungen und sportliches Schwimmen. Die Gestaltung integriert sich harmonisch in den Garten: Outdoor-Möbel, Beleuchtung, Gartenküche und Bepflanzung erzeugen ein „Riviera-Feeling“ und verschmelzen Haus und Garten optisch.
Naturpools unterscheiden sich von klassischen Schwimmteichen durch ihre Filtertechnik: Mikroorganismen reinigen das Wasser in einer kompakten Filterzone, während bei Schwimmteichen der bepflanzte Bereich mindestens doppelt so groß sein muss. Unterwasserpflanzen sind entscheidend für die Wasserqualität.
Poolbau erfordert Fachwissen: Skimmer, Filter, Wasserdesinfektion, Überlaufrinnen und Sicherheitseinrichtungen sind wichtig. Expertenplanung ist sinnvoll, ebenso wie Berücksichtigung lokaler Wasserrestriktionen. Pools sind Rückzugsorte, Trainingsbereiche und auch kulturelle Ikonen – von Grace Kelly über Romy Schneider bis „A Bigger Splash“.
Pooltypen: Quick-Up/Holz, Stahlwand/Polystyrol, Einstückbecken (Glasfaser, PVC, Beton).
Ausstattung: Treppen, Massagedüsen, Wärmepumpen, Smart Devices, automatische Dosieranlagen.
Nachhaltigkeit: Solarfolien, LED-Beleuchtung, effiziente Wärmespeicherung.
Mini-Pools: Ideal für kleine Grundstücke, rechteckige Form praktisch für Abdeckungen.
Naturpool vs. Schwimmteich: Naturpool = kompakte Filterzone; Schwimmteich = größere bepflanzte Filterzone.
Gestaltung: Outdoor-Möbel, Gartenküche, Beleuchtung, Integration in Gartenlandschaft.
Sicherheit & Technik: Skimmer, Filter, Wasserdesinfektion, Überlaufrinnen; Fachplanung empfohlen.
Die Idee, die eigene Wohnung oder das Haus als Filmset zu vermieten, klingt verlockend: Geld verdienen ohne viel Aufwand, vielleicht sogar mit ein bisschen Glamour. Doch in der Praxis ist es aufwendig und erfordert Vorbereitung. Ein Location-Scout besucht das Objekt, prüft Lage, Lichtverhältnisse, Einrichtung und die Möglichkeiten für das Drehbuch. Ruhige Lagen, interessante Architektur, Wohnaccessoires und nicht strahlend weiße Wände erhöhen die Chancen auf eine Auswahl. Besonders gefragt sind Szenen, die Originalität und Atmosphäre bieten – von Patchworkwohnungen bis zu Millionärsvillen.
Nach der Bewerbung meldet sich der Scout, eventuell gefolgt von Regie, Kameraleuten, Szenenbildnern und weiteren Beteiligten. Dreharbeiten können 30 bis über 100 Personen umfassen, und die Crew übernimmt weitgehend die Kontrolle über die Räumlichkeiten. Ein Zweitwohnsitz während der Dreharbeiten ist empfehlenswert. Schäden werden in der Regel dokumentiert und entschädigt, dennoch sollten wertvolle Gegenstände vorher gesichert werden.
Meist klappt es nicht sofort: Absagen sind üblich, da viele Faktoren wie Blickachsen, Licht, Zimmeraufteilung und Umgebung eine Rolle spielen. Vorbereitetes Umdekorieren ist oft nötig, um die Anforderungen der Produktion zu erfüllen. Die Vermietung ist ein Geschäft – Eitelkeit sollte keine Rolle spielen. Auch Nachbarn, Straßensperrungen und Ordnungsbehörden sind zu berücksichtigen.
Die sogenannte Motivmiete wird individuell verhandelt. Tagessätze variieren je nach Objektgröße, Ausstattung und Produktionsfirma. Billiganbieter sollten vermieden werden, da dies Preise für alle beeinflusst. Klare Absprachen über Strom, Reinigung und Reparaturen sind wichtig, besonders bei längeren Dreharbeiten oder exklusiven Locations.
Loslassen können
Das Vermieten des eigenen Zuhauses ist kein passives Einkommen. Es erfordert Organisation, Geduld, starke Nerven und die Bereitschaft, fremden Menschen weitreichende Kontrolle über das eigene Heim zu überlassen. Meist verläuft alles professionell, doch immer besteht ein Restrisiko für Schäden oder Unordnung.
Voraussetzungen: ruhige Lage, interessante Architektur, Wohnaccessoires
Crewgröße: 30–100 Personen je nach Produktion.
Vorbereitung: Wertgegenstände sichern, Zimmer ggf. umdekorieren, Begehung mit Scouts und Regie.
Herausforderungen: Absagen häufig, Nachbarn, Straßensperrungen, Ordnungsamt.
Vergütung: Tagessätze, Verhandlung individuell, Aufwand vs. Ertrag beachten.
Rechtliches & Organisation: Schäden dokumentieren, Reinigung, Stromnutzung, Versicherung klären.
Persönliche Anforderungen: Geduld, starke Nerven, Loslassen, Organisation.